Bauchwandbrüche (Hernien) können an verschiedenen Stellen der Bauchhöhlenbegrenzung auftreten. Besonders häufig entstehen Brucherkrankungen an den natürlichen Schwachstellen des Körpers, wo beispielsweise Muskeln nicht komplett verbunden sind, die Haut besonders dünn ist oder Gefäße die Bauchwand durchtreten. Deshalb treten Bauchwandbrüche hauptsächlich in der Leiste, im Bereich des Nabels, in der Oberbauchmitte oder an Narben auf. Durch diese Lücken wölbt sich das Bauchfell mit Inhalt (z. B. Darm) nach außen. Bauchwandbrüche sind entweder angeboren oder sie werden im Laufe des Lebens erworben.

Behandlung

Früher versuchte man, den Defekt mit einer klassischen Naht zu schließen. Langjährige Untersuchungen zeigten aber, dass die Quote für einen Rückfall bei dieser Methode sehr hoch war. Deshalb überbrückt man die körpereigene Schwachstelle in den letzten Jahren vermehrt durch Körperfremdgewebe. Dafür haben sich verschiedene Netzstrukturen bewährt.

Im Jahr 2009 wurde erstmals von der europäischen Herniengesellschaft Leitlinien zur Behandlung der Leistenhernie des Erwachsenen formuliert. Diese Leitlinie legen wir in der individuellen Beratung ihrer Brucherkrankung zugrunde.

Leistungsspektrum

Versorgung von Brüchen aller Art (Leisten-, Nabel-, Narbenbrüchen) Anwendung moderner Netzverfahren Anwendung von sämtlicher minimalinvasiven Verfahren wie z. B. TEP, TAPP, IPOM