Blase

Der Harnblase als dem Teil des menschlichen Körpers, in dem der Urin zwischengespeichert wird, kommt im Fachbereich der Urologie eine ganz besondere Bedeutung zu. Über sie erfolgt die kontrollierte Abgabe des Urins. Gerade wenn es hier zu Störungen kommt, können diese für Betroffene auch psychisch sehr belastend sein.

 

Im Bereich der Harnblase behandeln wir folgende Krankheitsbilder:

Blasenkrebs

Zur Erkennung von Harnblasentumoren steht unserer Abteilung die photodynamische Diagnostik zur Verfügung, die zusätzlich zur klassischen Blasenspiegelung erfolgt. Dabei wird ein Farbstoff in die Harnblase eingebracht, der auch kleinste Tumoren durch eine spezielle Verfärbung kenntlich macht.

Die Behandlung von Blasentumoren erfolgt falls möglich per Resektion, im Rahmen derer die Krebszellen mit einer kleinen Drahtschlinge einfach abgetrennt werden. Ist der Krebs bereits zu weit fortgeschritten, z.B. wenn der Tumor bereits in die Muskelwand eingedrungen ist oder einen sehr großen Teil der Blase befallen hat, arbeiten wir in Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Mannheim in der Regel mit dem Verfahren der radikalen Zystektomie, also einer Entfernung der Harnblase und benachbarter mit Krebszellen befallener Organe.

Überaktive Blase

Bei Patienten mit einer überaktiven Blase beginnt die Behandlung in der Regel mit der Einnahme von Medikamenten. Sind diese unwirksam oder die Nebenwirkungen zu stark, kann eine Behandlung Injektion von Botox in die Blasenschleimhaut erfolgen. So wird die Blasenmuskulatur abgeschwächt bzw. zum Teil gelähmt, und es können größere Mengen Urin über einen längeren Zeitraum gespeichert werden. Der Eingriff selbst dauert nur wenige Minuten, sodass nur ein ambulanter oder kurzstationärer Aufenthalt in unserem Haus erforderlich ist.