Behandlung der Nebenschilddrüse am Heilig-Geist Hospital Bensheim
Der menschliche Körper verfügt über vier Nebenschilddrüsen, die sich meist direkt hinter der Schilddrüse befinden. Ihre wichtigste Aufgabe ist die Regulierung des Calciumhaushalts. Kommt es zu einer Erkrankung der Nebenschilddrüse, können Stoffwechselstörungen mit vielfältigen Symptomen die Folge sein.
Häufige Erkrankungen der Nebenschilddrüse
Die häufigste Erkrankung ist ein gutartiger Tumor (Nebenschilddrüsenadenom), der unkontrolliert Parathormon produziert. In der Folge steigt der Calciumwert im Blut, was unterschiedliche Beschwerden verursachen kann, z. B.:
- Nierensteine
- Magengeschwüre
- Osteoporose und Knochenschmerzen
- Darmbeschwerden
- Psychische Verstimmungen
In seltenen Fällen kann eine Erkrankung der Nebenschilddrüse auch als Folge eines chronischen Nierenschadens entstehen.
Bösartige Tumoren der Nebenschilddrüse sind äußerst selten.
Überfunktion der Nebenschilddrüse - Hyperparathyreoidismus
Ein Hyperparathyreoidismus liegt vor, wenn die Nebenschilddrüsen zu viel Hormon bilden. Typische Hinweise sind:
- erhöhter Calciumspiegel im Blut
- vermehrte Phosphatausscheidung im Urin
- erhöhter Parathormonspiegel
Ursache ist häufig ein Nebenschilddrüsenadenom. In diesem Fall muss die betroffene Drüse gezielt aufgesucht und behandelt werden.
Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus)
Eine Unterfunktion der Nebenschilddrüsen (Hypoparathyreoidismus) ist selten. Sie tritt in der Regel nach Operationen an der Schilddrüse auf und erfordert eine medikamentöse Behandlung mit Calcium und Vitamin D.
Nebenschilddrüsenadenom
Die Nebenschilddrüsen sind winzig klein (2–5 mm) und daher mit bildgebenden Verfahren oft schwer zu erkennen. Nebenschilddrüsenadenome sind in der Regel größer als 10 mm und lassen sich meist im Ultraschall darstellen.
Da Adenome aber auch an ungewöhnlichen Stellen vorkommen können – z. B. im Brustkorb – sind manchmal weitere Untersuchungen notwendig:
- Szintigrafie zur Lokalisierung der Adenome
- 4D-CT (vierdimensionale Computertomographie) bei unklaren Befunden
- Selektive Katheteruntersuchungen der Halsvenen
Behandlung von Nebenschilddrüsenadenomen
Die definitive Therapie eines Nebenschilddrüsenadenoms ist die operative Entfernung. Medikamente können den Calciumspiegel kurzfristig stabilisieren, ersetzen jedoch keine Operation.
Der Eingriff ähnelt einer Schilddrüsenoperation: Über einen kleinen Schnitt am Hals wird das Adenom aufgesucht und entfernt. In den meisten Fällen normalisiert sich der Parathormonspiegel bereits wenige Minuten nach der Entfernung, und die Symptome bessern sich deutlich.
Dank der hohen fachlichen Expertise der Chirurginnen und Chirurgen am Heilig-Geist Hospital Bensheim werden Nebenschilddrüsenoperationen sicher und mit modernsten Methoden durchgeführt.
Ihre Ansprechpartner Endokrine Chirurgie am HGH Bensheim
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