Bolivianisches Waisenkind Aldo kann wieder hören
"Aldo ist hoch konzentriert. Er spielt mit Legosteinen, schlägt sie manchmal gegeneinander. Noch vor ein paar Wochen hätte er das Geräusch, das dabei entsteht, nicht gehört. Der siebenjährige Junge aus der bolivianischen Hauptstadt La Paz war taubstumm."
Dr. Marius Contzen, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am Heilig-Geist Hospital lernte den taubstummen Jungen bei einer Reise im Zuge der Artemed-Stiftung in einem bolivianischen Waisenhaus kennen. Bei der Untersuchung stellte sich heraus, dass Aldos Hörnerv noch intakt war. Dr. Contzen, bewegte Aldos Schicksal und er kontaktierte daraufhin Dr. Jérôme Servais, der zu dieser Zeit noch an der Uniklinik Mannheim tätig war.
Dr. Servais stimmte zu da Waisenkind zu operieren. Dies gestaltete sich jedoch weitaus schwieriger als gedacht. Servais hatte sich zwar vorher Aldos medizinische Unterlagen ansehen können, doch wie schwer die Schädigung der Hörmuscheln war, stellte sich erst während der Operation heraus. Statt der üblichen 45 bis 90 Minuten, dauerte es mehr als acht Stunden, bis der HNO-Spezialist das Implantat in Aldos linkem Ohr platzieren konnte. Weil das rechte Ohr zu stark geschädigt ist, trägt der Siebenjährige dort ein Hörgerät, das den Ton auf das Cochlea Implantat überträgt.
















