Hochspezialisierte Urologie an der Bergstraße

In unserem hochspezialisierten Zentrum für Urologie unter der Leitung von PD Dr. med. Daniel Pfalzgraf beschäftigen sich unsere Experten mit Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase, Harnröhre) sowie der männlichen Sexualorgane (Prostata, Samenblasen, Penis, Hoden und Nebenhoden). Die jahrzehntelange fachliche Erfahrung unserer Experten wird in Bensheim zielführend mit modernster Technologie und der Umsetzung neuester Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung gebündelt.

Gleichzeitig sind wir uns stets dessen bewusst, dass das Zentrum für Urologie Themen und Erkrankungen beheimatet, die nicht nur aus körperlicher, sondern vor allem auch aus psychosozialer Sicht für die Betroffenen eine extreme Belastung darstellen. Diesem Umstand begegnen wir mit einem vertrauensvollen Umgang und großer Wertschätzung unseren Patienten gegenüber. Das Heilig-Geist Hospital Bensheim ist im Bereich der Urologie Kooperationspartner der Urologischen Klinik der Universitätsmedizin Mannheim unter der Leitung von Prof. Dr. Maurice Stephan Michel. Hierdurch können wir für den Kreis Bergstraße eine ortsnahe Versorgung auf universitärem Niveau anbieten.

Das Heilig-Geist Hospital ist Teil des von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Prostatakarzinomzentrums Mannheim.

Harnröhrenzentrum Südwest

Harnröhrenengen betreffen Menschen in jedem Lebensalter, wobei die Häufigkeit mit zunehmendem Alter steigt. Während die Lage der Enge (direkt an der Blase, im weiteren Verlauf der Harnröhre, bis hin zur Harnröhrenöffnung) und die Ursachen für die Entstehung vielfältig sind, ähneln die Beschwerden der betroffenen sich und bestehen unter anderem aus erschwertem Wasserlassen, abgeschwächtem Harnstrahl, unvollständiger Blasenentleerung und wiederkehrenden Harnwegsinfekten. Die therapeutischen Möglichkeiten sind allerdings ähnlich vielfältig wie Lage und Ursache der Verengung. Neben endoskopischen (minimal-invasiven) Therapien gibt es zahlreiche Möglichkeiten der offenen Harnröhrenrekonstruktion, von der Erweiterungsplastik und der End-zu-End-Anastomose über die Transplantation von Mundschleimhaut bis hin zu zweizeitigen Rekonstruktionen unter Verwendung von Oberschenkelhaut. Selbst modernste Verfahren wie die Rekonstruktion mit im Labor gezüchteter Munschleimhaut (tissue-engineerte Mundschleimhaut) finden Verwendung. Bei dem komplexen Krankheitsbild der wiederkehrenden Vernarbungen (Anastomosenengen) nach radikaler Prostatektomie kann auch eine Rekonstruktion (offene Reanastomosierung) durchgeführt werden.

Ziel des Harnröhrenzentrums ist die Optimierung der Beratung, Diagnostik und Therapie von Harnröhrenengen und Anastomosenengen.

Zweitmeinung

Aufgrund der Vielzahl und des unterschiedlichen Ausmaßes der verschiedenen Operationsmöglichkeiten bei Harnröhrenengen und rezidivierenden Anastomosenengen kann es zu Verunsicherungen kommen, wie und wo eine Behandlung erfolgen soll. Wenn Sie hierzu Fragen haben, können Sie sich gerne bei uns melden, wir stehen Ihnen hier gerne als Zweitmeinungszentrum zur Verfügung.

 

Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Metropolregion Rhein-Neckar

Kontinenz- und Beckenbodenbeschwerden können die Lebensqualität der Betroffenen massiv beeinträchtigen. Hinzu kommt, dass ihr Leidensweg oft lang ist, da vor allem unwillkürlicher Urin- oder Stuhlverlust für viele Menschen ein Thema sind, über das nicht gesprochen wird. Andererseits gibt es in Deutschland etwa 10 Millionen Betroffene, weltweit sind es Schätzungen zufolge etwa 200 Millionen Menschen.

Ziel des unter urologischer Leitung stehenden Kontinenz- und Beckenbodenzentrums ist die Optimierung von Diagnostik und Therapie von Patienten mit Harn- oder Stuhlinkontinenz, Senkungsbeschwerden und Blasen- und Beckenschmerz-Syndrom. Zu diesem Zweck erfolgen Diagnostik und Therapie bei Bedarf in interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Team

Urologie
Zentrumsleitung und -koordination
PD Dr. Daniel Pfalzgraf
 
Chirurgie
Dr. Jens Jonescheit
 
Gynäkologie
Dr. Wiemers
 
Gastroenterologie
Dr. Bettina Hartmann
 
Proktologie
Dr. Andreas Kaufmann
 
Schmerztherapie
Dr. Paul Schmidt
 
Physiotherapie und Rehabilitation
Anke Carstens

Therapeutisches Leistungsspektrum

Blasen-, Darm- und Gebärmuttersenkungen (laparoskopische und offen-chirurgische Therapie)

Inkontinenzoperationen bei Belastungsharninkontinenz (laparoskopische und offen-chirurgische Therapie, künstliche Schließmuskeln) und Drangharninkontinenz / Stuhlinkontinenz (Botox, Neuromodulator)

Blasen- und Beckenschmerz-Syndrome (multimodale Therapiekonzepte mit medikamentöser/schmerztherapeutischer und physiotherapeutischer Einstellung)

 

Bitte beachten Sie, dass wir als Krankenhaus außer in Notfällen nur Patienten zur stationären Behandlung beraten dürfen. Ambulante Sprechstunden können entsprechend nur auf Selbstzahlerbasis angeboten werden.

 

Unsere Leistungsschwerpunkte

  • Rekonstruktive Urologie: Bei der rekonstruktiven Urologie können durch die Verwendung körpereigener und -fremder Materialien komplexe Schäden an Harnleiter, Harnröhre, Schließmuskel oder Penis behandelt werden.
  • Endourologie: In Bensheim können wir unseren Patienten das komplette Spektrum der Endourologie bieten. Hierzu zählen unter anderem die Behandlung von Blasensteinen und Nierensteinen sowie operative Eingriffe an Prostata, Blase oder Harnröhre. Endourologische Eingriffe sind für den Patienten besonders schonend, da natürliche Zugangswege zum menschlichen Körper genutzt werden.
  • Krebstherapie:Neben der endourologischen Therapie von Tumoren des oberen Harntraktes und der offen-chirurgischen Therapie von Hodentumoren können wir in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mannheim auch hochkomplexe Verfahren zur Behandlung von Prostatakarzinomen, Blasen- und Nierentumoren anbieten. Je nach Ausmaß der Erkrankungen gehören dazu die Bestrahlung, die operative Entfernung und minimal-invasive Verfahren wie der hoch-intensiv fokussierte Ultraschall (HIFU).

Diagnostik und Therapie

Jedem Therapievorschlag in unserer Abteilung liegt eine umfangreiche Diagnostik zugrunde. Für diese können wir unter anderem Sonographien, transrektale Sonographien, Doppler- und Farbdoppleruntersuchungen sowie konventionelles Röntgen (i.v.-Pyelogramm, retrogrades Pyelogramm etc.) selbst durchführen. Auch ein hochmoderner MRT, beispielsweise für multiparametrische Untersuchungen der Prostata, sowie ein Spiral-CT stehen zur Verfügung.

Steht eine Therapie fest, können wir hier auf ein in der Region einmaliges umfangreiches Spektrum zugreifen - von der minimalinvasiven Harnsteinentfernung über die Blasentumortherapie bis hin zu komplexen radikalen Tumortherapien. Operationen erfolgen auf dem Niveau einer Universitätsklinik in unserem hochmodernen endourologischen OP-Trakt, in dem Patienten mit Harnsteinerkrankungen, gutartigen Prostataerkrankungen und Verdacht auf Blasenkrebs minimal-invasiv operiert werden. Auch hier greift die Abteilung auf einen Gerätepark nach neuestem Stand der Technik zu, u.a. mit einem High-Power-Holmium-Laser zur Steindesintegration und Prostata-Laserenukleation bis hin zum Da-Vinci Roboter (in Kooperation mit der Universitätsmedizin Mannheim).

Bei jedem operativen Eingriff orientieren wir uns an den Prinzipien der sogenannten Fast-Track-Chirurgie, einem Konzept, mit dem allgemeine Komplikationen nach operativen Eingriffen vermieden und die Rekonvaleszenz der Patienten erheblich beschleunigt werden können.